Stirbt Windows langsam? Das hat Microsoft künftig mit Office vor

Dass Microsoft mit neuen Entwicklungen und Innovationen immer an vorderster Stelle steht, ist allgemein bekannt. Das Unternehmen geht dafür sogar noch einen Schritt weiter. 2013 wurde im Microsoft Headquarter in Redmond ein sogenanntes Envisioning Center eröffnet.

Testszenarien der Zukunft im Microsoft Envisioning Center

Im Microsoft Envisioning Center werden auf 600 Quadratmetern unterschiedliche Arbeits- und Wohnszenarien der Zukunft nachgestellt. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich eines oder mehrere dieser Szenarien in den nächsten drei bis sieben Jahren durchsetzen könnten. Zusätzlich dienen die Räumlichkeiten für Prototypentests neuer Microsoft-Produkte.

Trend zur weltweiten, digitalen Teamarbeit

Menschen sollen ihre Aufgaben auf jedem Gerät besser und effizienter erledigen können – und das weltweit. Microsoft folgt der aktuellen Tendenz zu globaler und interaktiver Teamarbeit.
Um eine ganzheitliche Sicht auf mögliche Neuentwicklungen zu gewährleisten, wurde das Microsoft Envisioning Center gegründet. Getestet werden dort – neben den eigenen Produkten – gesamte Arbeitsplatzlösungen und Organisationskulturen. Die Testumgebungen des Envisioning Center erlauben Microsoft ein schnellstmögliches Reagieren auf spätere Markttrends.

Web-basierte Dienste auf allen Plattformen und Devices

Mobile Geräte wie Tablets und Smartphones sind aus unserem Alltagsleben nicht mehr wegzudenken. Aktuell fokussiert Microsoft deshalb auf Web-basierte Dienste, die auf allen Plattformen und Geräten ausgeführt werden können.
Mit diesen Neuerungen sollen nicht nur bestehende Windows-Anwender, sondern weitere Zielgruppen wie Gelegenheitsuser und Nutzer anderer Services erreicht werden.

Microsoft setzt zukünftig verstärkt auf Open Source

Als neuen Browser hat sich Microsoft zu einer Open-Source-Variante, die auf Chromium basiert, entschieden. Diese wird neben Windows 10 (und älteren Versionen) auch für macOS, iOS und Android entwickelt. Damit sollen Microsoft-Dienste in Zukunft auf allen Mobil- und Desktopgeräten anwendbar sein.
Herzstück dafür ist das neue Fluid Framework, welches verschiedene Dokumentinhalte wie z.B. Text, Diagramme oder Bildmaterial in einzelne Module zerlegt. Diese können als Webkomponenten in unterschiedliche Microsoft-Produkte oder Websites eingebunden werden. Das Fluid Framework soll in Zukunft auch Audio- und Videodienste umfassen. Es ist ebenso wie der neue Browser quelloffen. Damit öffnet sich Microsoft nun verstärkt der Open Source Community.
Mit dem Fluid Framework setzt Microsoft auf interaktive Teamarbeit. Dokumente sollen nicht nur in Echtzeit gemeinsam bearbeitet, sondern auch transkribiert und in verschiedene Sprachen übersetzt werden. Für letzteres sorgt u.a. der digitale Assistent Cortana.

Entwicklungen für Windows und die Office-Suite

Bei der Softwareentwicklung vertraut Microsoft weiterhin auf Bestseller-Produkte aus der Office-Suite. Das Backend-Werkzeug Microsoft Office Graph nimmt in der Office 365 Suite weiterhin eine zentrale Rolle ein. Der Algorithmus vernetzt und erleichtert die Suche in verschiedenen Quellen innerhalb von Office 365. Er stellt wichtige Dokumente und Informationen über alle Office-Programme bereit und lernt mit jedem einzelnen Nutzerverhalten automatisch dazu.
Auch das kollaborative Teamwork-Tool Teams, der Sprachassistent Cortana und Entwicklungen im Bereich künstliche Intelligenz werden über den Cloud-Service Azure weiter ausgebaut.
Und was passiert mit Windows? Auch hier häufen sich Hinweise, dass die neue Version künftig auf allen Plattformen und Geräten laufen wird. Bewerkstelligt werden soll dies über ein modulares System.
Fakt ist, dass Microsoft in Zukunft verstärkt auf Web-Dienste setzt. Dies wirft die Frage auf, ob Microsoft Windows langsam sterben lässt. Wie lange Windows zukünftig erhalten bleibt, dazu hält sich Microsoft vorläufig bedeckt.

Usability bleibt das A und O

Mit den neuen Entwicklungen folgt Microsoft wie gewohnt den Trends der Zukunft. Die Herausforderung ist nun, diese in bestehende Produkte und Services nutzerfreundlich einzubinden. Denn Nutzer sollen die neuen Dienste nicht nur schnell übernehmen, sondern auch anwenden können.
Abseits von Innovationen bleibt die einfache und intuitive Anwenderfreundlichkeit somit das Hauptthema von Microsoft.

OneOffixx bleibt Microsoft auf den Fersen

OneOffixx ergänzt Microsoft, indem Benutzern die Arbeit mit Word, Excel, Outlook und PowerPoint noch leichter gemacht wird. Auch OneOffixx folgt dem Trend zu Web-basierten Services, um digitale und interaktive Arbeitsprozesse so effizient wie möglich zu gestalten. In der zweiten Jahreshälfte 2019 steht u.a. das neue OneOffixx Add-In für Word in den Startlöchern.
Damit ist gewährleistet, dass OneOffixx-Kunden in Kürze auch über mobile Geräte auf OneOffixx zugreifen können. Für unsere Anwender bleiben wir Microsoft natürlich auch weiterhin auf den Fersen.

Quelle: t3n digital pioneers

Im Envisioning Center testet Microsoft Arbeitsszenarien der Zukunft und neue Produkte.